Kennst Du dieses intensive Frustgefühl, wenn Du wieder einmal mehr nicht gesehen und nicht gehört wirst?

In diesem Beitrag gebe ich Dir 4 Schritte mit an die Hand, die Dir dabei helfen, die Energie von genau diesem Gefühl dafür zu nutzen, dass sich positiv etwas ändern kann für Dich.

Wenn Du als Mitarbeiter Ideen und Vorschläge einbringst, sie aber weder berücksichtigt noch gehört werden.

Ja, so traurig es mich macht, es gibt sie leider noch zu häufig: Jene Vorgesetzte, die sich nicht im geringsten darum kümmern, ob ihre Mitarbeiter mitdenken und welche Ideen und Innovationen sie in sich tragen. Dabei sind es meist genau jene Leute, die am engsten mit den Kunden arbeiten oder die Probleme der Kunden vor Ort ausbügeln, die zu wenig nach ihrer Erfahrung gefragt werden. Meiner Meinung nach geht so ein riesiges Potential verloren. Jetzt könnte man den Unternehmern, den Chefs, den CEOs die „Schuld“ zuweisen, man könnte sich grämen und aufregen. Wer mich schon ein wenig kennt: Ich bin nicht im geringsten der Typ, der hier „Schuldzuweisungen“ macht, ohne nicht vorher zu überprüfen, was ich aus meiner Warte noch für die Sache tun kann. Als Mitarbeiter gibt es viele Wege, Vorschläge und Neuerungen einzubringen. Oft wissen wir gar nicht, was unser Betrieb hier alles für solche Fälle vorgesehen hat. Erkundige Dich am besten bei Deinem Vorgesetzten oder in der Personalabteilung danach, was schon zur Verfügung steht. Mein Arbeitgeber hat zum Beispiel eine Art elektronischer Briefkasten eingerichtet, wo man Ideen einreichen kann, die geprüft werden. Manchmal gibt es auch firmeninterne Preise für neue Innovationen. Also nur Mut, frage nach! Wer weiss, vielleicht bist Du schneller am Ziel, als vor kurzem noch gedacht. Wenn Du aus Deiner Sicht aber alles abgeklärt hast und keine brauchbaren Resultate vorkamen, wenn Du schon sämtliche Alternativen versucht hast (Gespräch mit den Verantwortlichen, Deinem Chef und so weiter), dann dürftest Du Dich jetzt besonders gefrustet fühlen. Und das darfst Du auf keinen Fall in Dich hineinfressen!

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Nimm diese Energie, diese Gefühle und drehe sie ins Positive um!

Werde Dir als erstes klar (notfalls abklären), wer Deine wirkliche Ansprechsperson für Deine Idee ist. Wer hat in diesem Bereich die Verantwortung und Entscheidungskompetenz? Es bringt nämlich nichts und wieder nichts, wenn Du Deinen Chef mit einer Idee beglücken willst, die er selber auch nicht umsetzen kann, weil es nicht in seinen Bereich gehört.

  1. Wenn Du die Schlüsselperson gefunden hast: Versuche, Dich aufrichtig in diesen Menschen hineinzuversetzen! Was hat er für Sorgen? Was für Herausforderungen? Womit beschäftigt er sich den ganzen Tag? Was und wie denkt er? Wie tickt er?
  2. Dann überlege Dir, welches die grössten geschäftlichen Sorgen dieses Menschen sein könnten. Liste sie auf.
  3. Jetzt kommt der Knüller: Was denkst Du, welche Lösungen würde sich Deine Schlüsselperson für diese Sorgen wünschen? Schreib sie auch auf.
  4. Such Dir jetzt eine Sorge und deren eine Lösung heraus, bei denen Du weisst, dass Du mit Deiner Idee einen Teil davon erledigen könntest. Beispiel: Deine Ansprechsperson ist Dein direkter Chef und Du bist die Assistentin im Vorzimmer. Eine Belastung für Deinen Chef ist, immer für alles zu wenig Zeit zu haben. Darum hetzt er den ganzen Tag herum und wirkt enorm gestresst, hat kaum Zeit für ein kurzes Gespräch. Die Lösung, die er sich vielleicht wünscht, ist Mittags nach dem Essen einfach eine halbe Stunde Ruhe zu haben. Du könntest dieser Person während dieser halben Stunde das Telefon bedienen und keine Anrufe durchstellen. Schätze selber ein, ob Du es einfach tun sollst oder ob Du es zuerst anbietest. Informiere Deinen direkten Vorgesetzten über das Warum und Wie bezüglich Deinem Vorgehen, damit er sich nicht übergangen fühlt.

Auf diese Art die Sache anzugehen bedeutet, dass Du Dir genau überlegst, was Du für die entscheidende Person tun kannst, bevor Du etwas von ihr forderst. Manchmal ist dies der einzige Weg, Aufmerksamkeit zu erregen oder gar „gesehen“ zu werden. Früher oder später wird sich die Gelegenheit ergeben (z.B. wenn sich Dein Chef bei Dir bedankt), zu fragen, ob er 5 Minuten Zeit für Dich und ein Anliegen hat. Und schon hast Du Deine Frustgefühle umgedreht. Ich wünsche Dir von Herzen viel Erfolg dabei! In meinem Workbook erzähle ich auch, wie Du einen „Gutschein“ clever einsetzen kannst, um Ideen einzubringen.

Kennst Du mein Workbook „Das Geschäft bist Du“ schon? Hier kannst Du es bestellen.

Beste Grüsse,
Patrick Vergult